Die orthopädische Untersuchung beginnt mit der Erhebung der Anamnese. Neben der Frage nach Art und Lokalisation der Beschwerden, dem zeitlichen Auftreten (z.B. bei oder nach Belastung) und dem Schmerzcharakter sind Angaben zur vorausgegangenen Belastung (sportliche oder berufliche Aktivität, Trainingsinhalte, vorausgegangene Unfälle etc.) bedeutsam. Bereits hier können Hinweise auf die entstandene Schädigung gegeben werden. Eine sorgfältige Anamnese führt oft zu einer ersten "Verdachtsdiagnose".

Es folgt die Bewegungsprüfung der einzelnen Gelenke. Dabei wird jedes Gelenk in seinen Bewegungsebenen bewegt und die erreichte Gradzahl gemessen.

Es folgen zusätzliche Funktionsprüfungen (z.B. Gangbild, Finger-Boden-Abstand bei Rumpfbeuge, Kniebeuge) sowie die Beurteilung der groben Muskelkraft.

Abschließend wird eine neurologische Prüfung sowie die Untersuchung des Gefäßstatus durchgeführt.

Die orthopädische Untersuchung kann durch bildgebende Verfahren ergänzt werden. Hier kommen insbesondere Röntgenaufnahmen, die Sonographie des Bewegungsapparates, die Kernspintomographie (MRT) und die Computertomographie (CT) in Betracht.